Eine sofortige Erhöhung der Ost-Renten auf Westniveau würde nach Angaben der Bundesregierung zusätzlich rund sechs Milliarden Euro im Jahr kosten. Diese Summe ergäbe sich aus den höheren Rentenausgaben sowie den darauf entfallenden zusätzlichen Krankenversicherungsbeiträgen der gesetzlichen Rentenversicherung, heißt es laut Bundestags-Pressedienst vom Dienstag in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion.
Derzeit liegt der aktuelle Rentenwert West bei 26,56 Euro, im Osten bei 23,34 Euro. Der Rentenwert entspricht einem Entgeltpunkt, den ein Beschäftigter für ein Jahr mit Durchschnittsverdienst erwirbt. Nach 45 Beitragsjahren kommen auf diese Weise beispielsweise 45 Entgeltpunkte zusammen. Im Westen ergibt sich daraus eine "Eckrente" von brutto etwa 1195 Euro, im Osten von 1050 Euro.
Allerdings werden durch eine rentenpolitische Sonderregelung Ost- Einkommen um 18 Prozent hochgewertet. Das bedeutet, dass viele Ost- Beschäftigte mit gleichem Verdienst wie Arbeitnehmer im Westen trotz des niedrigeren Rentenwertes letztlich höhere Rentenansprüche erwerben. Ohnehin erhalten die meisten Ost-Rentner derzeit wegen der früher durchweg längeren Beschäftigungszeiten in der DDR höhere Rentenzahlungen. Die Bundesregierung prüft derzeit, wie und bis wann die Rentenberechnung in Ost und West einander angeglichen werden kann.
dpa
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